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Alpenschamanismus: Kraftorte der Heimat


Bad Reichenhall - «White Eagle» - von einem Oberbayern, der sich diesen Beinamen gibt, erwartet man einen gewaltigen Indianer-Tick. Um Rainer Limpöcks Hals hängt aber kein Federschmuck, sondern ein Amulett mit keltischem Symbol, dem Triskel. Der 47-jährige Bad Reichenhaller spricht viel von den Schätzen, die uns die Kelten in Form von Mythen und besonderen Plätzen, den «Kraftorten», hinterlassen haben. Seit drei Jahren beschäftigt sich Rainer Limpöck intensiv mit Alpenschamanismus.
«Im Schamanismus geht es darum, einen Weg zu finden, um Innen- und Außenwelt, Mensch und Natur in Einklang und Harmonie zu bringen», erklärt Limpöck. Er erzählt von seinem Schlüsselerlebnis vor drei Jahren: Um eine einschneidende, persönliche Veränderung zu verarbeiten, zog er sich alleine in die Natur zurück, an eine Stelle in der Weißbachschlucht bei Bayrisch Gmain. Dort näherte sich ihm ein Hirsch, zwischen Mensch und Tier entstand eine eigenartige Kommunikation. Später erfuhr er die Interpretation des Schamanismus: Ein Tiergeist wird zu einem gebracht. Ein Erlebnis, das für den Laien schwer nachvollziehbar ist, das Limpöck aber als sehr intensiv empfand. Er wollte mehr darüber wissen, lernte bei einer Trommelgruppe in Traunstein, die Wirklichkeit loszulassen, den Geist auf eine «schamanische Reise» zu schicken.

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Katrin Detzel 29.03.2006
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