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Alpenschamanismus: Kraftorte der Heimat


Die Besonderheit solcher Orte ist für jeden spürbar: Zumeist sind es ältere Menschen, die nach seinen Vorträgen zu Rainer Limpöck kommen und selbst ein großes Wissen über solche Orte in der Heimat haben. Tiere und kleine Kinder hätten ein natürliches Gespür, gingen von selbst auf diese Plätze zu. Von einem Boom spricht Limpöck nicht, aber davon, dass immer mehr Menschen Interesse daran haben, «sich rückzubesinnen, wie wir leben sollten. Einen Bezug zur Heimat suchen». Ein Trend, in dem Limpöck eine Chance für den sanften Tourismus in der Region sieht: Im niederösterreichischen Waldviertel gehe man mit einer pädagogisch sinnvoll vermarkteten Steinpyramide mit gutem Beispiel voran.
Viele denken bei Schamanismus sofort an indianische Rituale. Doch, so Limpöck, liegt der Ursprung des Schamanismus im Alpenraum, wo entsprechende Höhlenzeichnungen aus der Steinzeit gefunden wurden. Sinn der Sache sei es, die eigenen Wurzeln zu finden, nicht Bräuche aus Nordamerika zu übernehmen. Allerdings teilen seit ein paar Jahren die Schamanen weltweit ihr Wissen, sie haben erkannt: «Wir müssen alle zusammenarbeiten, wenn wir auf dieser Erde überleben wollen», so Limpöck.

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Katrin Detzel 29.03.2006
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