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Ein Mann mit vielen Gesichtern



Den vollen Terminkalender nimmt man Ernst Jani ab. Vor kurzem erschien seine erste Live-CD «Musenkuss mit Pferdefuß». Mit sechs Auftritten wird er von 7. bis 12. Mai sein 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern. «Alle mal herlachen» heißt das Programm dafür. Drei mal wird Jani damit im Alten Rathaus in Laufen, drei mal im Traunsteiner «Nuts» auf der Bühne stehen - seinen beiden Lieblingsbühnen. Das sind sie wohl auch, weil sie in den beiden Städten liegen, die Janis Leben prägten: Traunstein, wo er seit über 20 Jahren als Verwaltungsbeamter bei der Staatsanwaltschaft arbeitet und wo er künstlerisch sehr aktiv ist.

Und Laufen, wo er aufgewachsen ist und noch heute lebt. Wo alles angefangen hat - mit einem Kühlschrank. Damals kamen Einwanderer in die Stadt, die zu arm waren, um sich einen Kühlschrank zu kaufen. Jani, damals 18, Gymnasiast und Mitarbeiter beim Roten Kreuz dachte sich: «Das Geld muss doch zusammenzubringen sein». Er organisierte in der Schulaula einen humoristisch-literarischen Abend. Auf der Bühne saß er selbst. «Die Aula war voll und die Leute lachten», denkt Jani zurück. Da hat er weitergemacht.
Ein Ende ist lange nicht in Sicht. «Wenn nix dazwischen kommt, mach´ ich das, bis ich 80 bin», sagt er und zieht einen dicken Ordner aus einem Regal in seinem Atelier. «Der ist voller Ideen. Bis ich die alle umgesetzt habe, bräuchte ich noch drei Leben.»

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Sandra Schwaiger 24.04.2007
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