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Seine Lesetour führte Jan Weiler kürzlich nach Prien, dort nahm er auf dem Roten Bankerl Platz.
Foto:Christian Topel

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Auf Tour mit den Toten Hosen


Bestseller verfasst Jan Weiler. Auf dem Roten Bankerl erzählt der Autor von neuen Projekten und Schriftsteller-Klischees.

PRIEN. Sein Debütroman „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ verkaufte sich über zwei Millionen Mal. Der gelernte Journalist Jan Weiler verfasst heute Romane, Kolumnen, Hörspiele und Drehbücher. Er spricht seine Texte auf Hörbuch und begeistert auf Lese-Tourneen durch ganz Deutschland.

REDAKTION: Herr Weiler, vor zehn Jahren hat Sie Ihr Arzt nach einem Darmdurchbruch gewarnt: Wenn du so weitermachst, gibst du über kurz oder lang den Löffel ab. Wie haben Sie Ihr Leben verändert?
WEILER: Ich habe die Dingeabgestellt, die mich krank machten. Das hing stark mit der Identifikation mit meinem Job zusammen. Man warf mir eine Überidentifikation mit meiner damaligen Arbeit vor, und da war wohl was dran. Ich zerriss mich für diesen Chefredakteursposten. Offensichtlich sollte man die Dinge, die man tut, zwar professionell tun, sich selbst davon aber möglichst abtrennen. Vor allem darf man nicht zu viel Verantwortungsgefühl entwickeln. Ich bin letztlich nicht für das Wohlergehen von Mitarbeitern verantwortlich. Das muss man erst mal lernen.

REDAKTION: Sie lehren Studenten an der Journalistenschule in München die Kunst des Porträtierens. Eine Kernbotschaft lautet: Der Schreibende solle versuchen, dem Porträtierten gerecht zu werden. Wie werde ich Ihnen gerecht?
WEILER: Indem Sie sich nicht darauf verlassen, was Sie bei Google über mich herausgefunden haben, sondern darauf, was Sie in diesem Gespräch sehen, empfinden und verstehen. Informationen aus dritter Hand können die eigene Erfahrung nicht ersetzen! Sonst kommt so etwas heraus wie bei Herrn Seehofers Modelleisenbahn.

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Christian Topel 25.01.2012
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